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Komplexe supraspinale Sensibilisierung (KOSS)

Eine anhaltende komplexe supraspinale Sensibilisierung mit Beteiligung zahlreicher Hirnzentren kann durch nicht verarbeitete bio-psycho-soziale Belastungen, anhaltende Schmerzen oder körperliche und/oder seelische Verletzungen in der Lebensgeschichte entstehen.Schwere Traumatisierungen gehen einher mit dem Erleben massiver Destabilisierung und vitaler Bedrohung als direkt Betroffener, Beobachter oder Verursacher ("Mentales Tribunal: Opfer, Zeuge, Täter"). Bei diesen Patienten lassen sich regelhaft in der Lebensgeschichte gravierende Schmerz- und Gewalterfahrungen, Missbrauch, vital bedrohliche Erlebnisse und schwere psychische Verletzungen und Destabilisierungen nachweisen. Hochgradig sensibilisiernd sind traumatisierende Erlebnisse in der Kindheit, sexueller Missbrauch, Vergewaltigungen, Folter und Kriegssituationen.
Anhaltende, komplexe supraspinale Sensibilisierung ist unbehandelt nicht mehr spontan reversibel.
Sie führt bei den Betroffenen zu der klinischen Trias von:
1. Psychische Instabilität (Angst, Depressivität)
2. Vegetative Instabilität (Funktionelle Beschwerden ohne Organbefund)
3. Erniedrigte Schmerzschwelle (Hyperalgesie/Ganzkörperschmerz)


Das Model einer komplexen, supraspinalen Sensibilisierung (KOSS) trägt ganz wesentlich zum Verständnis chronischer, therapieresistenter Schmerzen bei.
Schmerzen bei einer komplexen supraspinalen Sensibilisierung sprechen typischerweise kaum oder gar nicht auf eine medikamentöse Behandlung an. Traumatisierende Behandlungsversuche intensivieren die Beschwerden und sind daher kontraindiziert.