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Schmerzgedächtnis

Sensibilisierungsphänomene setzen bereits bei akuten Schmerzen ein. Sie aktivieren das „Informationssystem Schmerz“, um dessen Warnfunktion zu optimieren. Sensibilisierungsvorgänge finden direkt am Schmerzrezeptor (Periphere Sensibilisierung) und im Rückenmark (Zentrale Sensibilisierung) statt. Klinische Beispiele für derartige Sensibilisierungsvorgänge sind Schmerzen bei Sonnenbrand, Infektionen oder Weichteilverletzungen, die mit erhöhter Empfindlichkeit für Berührung (Hyperästhesie) oder schmerzhafte Reize (Hyperalgesie) einhergehen. Chronische Schmerzen führen zu einer peripheren und zentralen Sensibilisierung. Diese Vorgänge lassen ein „Schmerzgedächtnis“ entstehen. Erfolgreiche Schmerzbehandlung kann diese Gedächtnisspuren im Gehirn reduzieren oder löschen. Der klinische Alltag zeigt, dass auch schwere und über viele Jahre anhaltende Schmerzzustände abklingen und vollkommen verschwinden können, wenn die eigentliche Schmerzursache behoben wird. Typische Beispiele sind die vollkommene Schmerzremission nach erfolgreichem Gelenkersatz (z.B. bei Cox- oder Gonarthrose) oder nach operativer Nervendekompression bei Bandscheibenvorfällen oder Trigeminusneuralgien (Mikrovaskuläre Dekompression nach Janetta). Häufige Ursache unerklärlicher und therapieresistenter Beschwerden ist eine „Komplexe, supraspinale Sensibilisierung“.