Schmerztherapie
Schmerztherapie – individuell und mit Ihnen im Mittelpunkt
Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers – doch wenn er anhält, verliert er seine Schutzfunktion und wird selbst zur Krankheit. In unserer Praxis widmen wir uns der zielgerichteten Behandlung chronischer Schmerzen sowie begleitender akuter Schmerzzustände, immer mit dem Ziel, Ihre Beschwerden an der Ursache zu lindern und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Eine fundierte Schmerzanalyse ist der erste und wichtigste Schritt auf diesem Weg. Nur wenn wir genau verstehen, welche Art von Schmerz vorliegt und welche Mechanismen ihn aufrechterhalten, können wir eine individuell passende Therapie entwickeln. Denn die Behandlung akuter Schmerzen unterscheidet sich grundlegend von der Therapie chronischer Schmerzkrankheiten.
Während akute Schmerzen häufig mit gezielten medizinischen Maßnahmen gut behandelbar sind, erfordert die Therapie chronischer Schmerzen ein umfassenderes Vorgehen. Hier spielt neben der körperlichen Ebene auch die Identifikation belastender Kontextfaktoren eine zentrale Rolle – etwa Stress, emotionale Belastungen oder ungünstige Bewegungs- und Lebensgewohnheiten. Nicht selten treten Angststörungen oder depressive Symptome begleitend auf und erschweren die Schmerzbewältigung.
In solchen Fällen ist es unser Anliegen, Sie auf Ihrem Weg zu unterstützen: mit medizinischer Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und einem individuellen Therapieplan. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu einer bestmöglichen Schmerztherapie, informieren Sie umfassend über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Anliegen.
Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit Ihnen Wege zu finden, wie Sie wieder mehr Kontrolle über Ihren Schmerz und Ihr Wohlbefinden gewinnen können – Schritt für Schritt, mit Ihnen und für Sie.
Unsere Leistungen finden Sie unter "Praxis > Leistungen".
Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!
Symptomatische Schmerztherapie
Sofern bei einer Schmerzerkrankung keine Möglichkeiten für eine kausale oder regulative Behandlung ersichtlich ist, ergibt sich die Indikation für eine symptomatische Schmerztherapie. Diese zielt auf eine Unterdrückung oder ausreichende Linderung des Symptoms „Schmerz“.Eingesetzt werden Medikamente (z.B. WHO-Stufenschema), operative Eingriffe, radiologische und nuklearmedizinische Verfahren (z.B. Röntgentiefenbestrahlung, Radiosynoviorthese, Radionukleotidtherapie) sowie invasive Verfahren (SCS-Sonden, Schmerzpumpen, zentrale Stimulation). Auch additive Verfahren, wie z.B. die Akupunktur, können im Rahmen des Gesamtkonzepts zu einer Linderung beitragen.
Regulative Schmerztherapie
Ursachen chronischer Schmerzen ist das Versagen körpereigener Regulationsfähigkeit. So entstandene Schmerzen sind häufig auch nach langen Verläufen bei Wiedereinsetzen körperlicher und psychischer Regulationsmechanismen reversibel. Die Medizin bezeichnet Störungen dieser Art als funktionell. Funktionelle Organstörungen und Schmerzen sind damit potentiell heilbar.
Funktionelle Schmerzen sind nicht mit Laboruntersuchungen oder bildgebender Verfahren wie Röntgen, Szintigraphie, Computertomographie oder Kernspin fassbar. Die Feststellung funktioneller Schmerzen erfordert eine eingehende Anamnese und spezielle körperliche Untersuchungsverfahren.
Funktionelle Störungen sind in der Regel nicht medikamentös heilbar sondern allenfalls in ihrer Symptomatik zu lindern. Sie erfordern spezielle Therapieverfahren, die die Eigenregulationspotentiale des Organismus reaktivieren.
Typische Beschwerden bei reversiblen Regulationsstörungen:
- Migräne und Spannungskopfschmerz
- Tinnitus
- Atypische, muskulär bedingte Gesichtsschmerzen
- Anhaltende Muskelverspannungen (Muskuläre Dysbalancen)
- Funktionele Rückenbeschwerden
- Wirbel- und SIG-blockierngen
- Triggerpunktschmerzen
- Tennisellenbogen
- Fersenspornbeschwerden
- Andere Insertionstendopathien
- Körper- und Ohrakupunktur
- Manuelle Medizin / Chirotherapie
- Triggerpunktbehandlung
- Therapeutische Lokalanästhesie
- Ausdauertraining
- Muskuläres Aufbautraining
- Transkutane Nervenstimmulation (TENS)
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)
- Achtsamkeitstraining (MBSR)
- Yoga
Vorteile einer erfolgreichen Regulationstherapie:
- Eine Medikamentöse Dauertherapie kann beendet werden
- Die Wiedererlangung von Beschwerdefreiheit ist möglich
Triggerpunktbehandlung
Triggerpunktschmerzen:
Neben Wirbelblockierungen sind fixierte Triggerpunkte häufige Ursache therapieresistenter Schmerzen.
Der Name ist auf das englische „to trigger“ (auslösen - abfeuern) zurückzuführen und beschreibt die unmittelbare Schmerzauslösung durch Druck, Infiltration oder Nadelstich (jump sign).
Triggerpunktdiagnostik:
Triggerpunkte und Wirbelblockierungen können durch bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder Kernspinuntersuchungen (MRT) nicht dargestellt werden.
Die Diagnostik ist ausschließlich durch eine klinische Untersuchung möglich
Triggerpunktbehandlung:
1. Medikamentöse Therapie:
Übliche Behandlungen für myofasziale Schmerzen mit NSAR (Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac), Paracetamol, Novaminsulfon, Muskelrelaxantien oder Opiaten sind bei fixierten Triggerpunkten nicht ursächlich wirksam.
2. Physiotherapie:
Manuelle Therapie und Krankengymnastik sind in der Regel bei chronifizierten Triggerpunktschmerzen nicht ausreichend wirksam. Osteopathische Verfahren behandeln dagegen erfolgreich vorhandene Triggerpunkte. Osteopathie ist i.d.R. keine Vertragsleistung der gesetzlichen Krankenkassen und daher nur als Privatleistung für gesetzlich versicherte Patienten möglich.
Unterlindener Behandlungsprogramm für Triggerpunktschmerzen:
- Genaue Triggerpunktlokalisation
- Triggerpunkt-Akupunktur
- Alternativ: Triggerpunktinjektionen mit Lokalanästhetika

